Tägliche Wärme aus heimischen Wäldern

Seit dem Herbst 2001 bietet die Energie Belp AG im Dorfkern von Belp die Versorgung mit Heiz- und Brauchwarmwasser ab Wärmeverteilnetz an. Kern der Anlage bildet die unterirdische Holzschnitzelheizung im Areal des Dorfschulhauses.

Mit der Realisierung der Nahwärmeversorgung konnten die Voraussetzungen für eine nachhaltige Nutzung und Pflege der umliegenden Wälder und damit die Erhaltung der für die Region wichtigen Naherholungsgebiete deutlich verbessert werden. Die Waldbesitzer werden in ihren Bemühungen unterstützt, auch qualitativ minderwertige Holzsortimente abzusetzen. Mit Holz als erneuerbare, CO2-neutrale und einheimische Wärmequelle wird die Luftqualität verbessert, der CO2-Ausstoss reduziert und die Auslandabhängigkeit verringert.

Ende 2013 waren insgesamt 45 Liegenschaften bzw. Gebäudegruppen an die Nahwärmeversorgung angeschlossen (siehe Verteilnetz). Wegen den tieferen Durchschnittstemperaturen und den zusätzlich erstellten Anschlüssen lag die abgegebene Wärmemenge mit 5'216 MWh ganze 7.2% über der des Vorjahres. Im Kalenderjahr 2013 wurden 98.4% der Wärmeenergie mit Holz und 1.6% mit Öl produziert. Der Wirkungsgrad der Anlage betrug 89.6%, was einem Verlustanteil von total 10.4% entspricht.

Dank der Energieerzeugung mit dem einheimischen Rohstoff Holz wurden ca. 521'600 Liter Heizöl substituiert. Im Jahr 2013 betrug die Emissionsreduktion 1'400 Tonnen CO2.